Bei einer Hüttenwanderung handelt es sich um eine Mehrtageswanderung, bei der du unterwegs in Schutzhütten übernachtest. Du kannst deine eigene Route planen oder aus hunderten bereits etablierten Hüttentouren wählen. Von unzähligen leichten Touren, die sich für Anfänger*innen eignen, bis hin zu schwierigere Routen, wo alpine Erfahrung vorausgesetzt wird, in den Bergen Österreichs findet jede/r seine/ihre perfekte Hüttentour.

Da wildcampen in den österreichischen Alpen nicht erlaubt ist, ist eine Hüttenwanderung nur mit einer Übernachtung in Schutzhütten möglich.

Aufgrund der herzlichen Gastfreundschaft, dem ausgezeichneten Essen und dem hohen Komfort der Hütten zählen die österreichischen Alpen zu den populärsten Hüttenwanderungs-Destinationen in Europa. Die Berghütten beherbergen nämlich nicht nur Übernachtungsgäste, sie servieren auch Speisen und Getränke für Tagesbesucher*innen.

Obwohl es sich definitiv um eher einfache Unterkünfte handelt, ist es in der Hütte stets warm und gemütlich. Sie sind der perfekte Ort, um sich nach einer langen Wanderetappe mit den Wanderkolleg*innen in der Hütte auszutauschen und um sich mit hausgemachtem Essen für den nächsten Tag zu stärken.

In diesem Beitrag verraten wir dir alles, was wir über das Wandern von Hütte zu Hütte in Österreich in den letzten Jahren gelernt haben. Du erfährst, wie du deinen Schlafplatz in den Hütten reservieren kannst, wo und wann Hüttenwanderungen möglich sind, wie du etwas Geld sparen kannst, was du auf jeden Fall mitbringen solltest und vieles mehr.

Wenn du weitere Fragen zu Hüttenwanderungen in Österreich hast, kannst du uns jederzeit auf Instagram kontaktieren (Kommentar oder DM). 


Wandern von Hütte zu Hütte in Österreich | 10 wichtige Tipps

  1. Die österreichische Hüttenwandersaison beginnt Mitte/Ende Juni und endet Mitte/Ende September. Die Öffnungszeiten der Hütten variieren je nach Wetterlage. 
  2. Wähle am besten eine bereits etablierte Wanderroute für deine Hüttenwanderung. 
  3. Die Reservierung deines Schlafplatzes in der jeweiligen Schutzhütte ist vor deiner Ankunft notwendig. Je nach Hütte kannst du die Reservierung online, per E-Mail oder telefonisch vornehmen.
  4. Reserviere deinen Schlafplatz in der Hütte ca. 2-5 Monate im Voraus. Wenn deine Daten flexibel sind, kannst du auch erst ein paar Wochen im Voraus buchen. 
  5. Für unsere Nicht-Österreichischen Leser*innen: Versuche dich in der „Sprache der Einheimischen“ zu verständigen. 
  6. Werde Mitglied des Österreichischen Alpenvereins, um bei der Übernachtung etwas Geld zu sparen und um die in der Mitgliedschaft inkludierte Bergrettungsversicherung zu erhalten. 
  7. Befolge die allgemeinen Hüttenregeln.
  8. Bring ausreichend Bargeld mit. Plane mindestens 60-80 EUR pro Tag und Person ein. In manchen Hütten kannst du mit Karte bezahlen, zumeist ist aber nur Barzahlung möglich.
  9. Ausrüstung für deine Hüttenwanderung: Kindle, Wanderstöcke, wiederverwendbare Wasserflaschen, 36-38 L Rucksack wie der Osprey Kyte für Frauen oder der Osprey Kestrel für Männer.
  10. Präge dir die Notrufnummern 140 und 112 ein.

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1. Hütten-Wandersaison in Österreich: Juni – September

Sonnenaufgang bei der Leutkircher Hütte, Lechtaler Alpen, Ausblick auf den Verwall
Sonnenaufgang in den Lechtaler Alpen, bei der Leutkircher Hütte, Blick auf den Hohen Riffler, Verwall
Adlerweg Lechtaler Alpen

Die Hüttenwandersaison in den österreichischen Alpen beginnt im Juni. Die Öffnungszeiten der Schutzhütten variieren jedes Jahr je nach Schnee- und Wetterlage. In der Regel öffnen die meisten Hütten Mitte/Ende Juni und schließen Ende September. Manche Hütten in niedrigeren Lagen öffnen aber auch schon früher (Mitte Mai) und sind sogar bis Ende Oktober für dich da. 

Für deine erste Hüttenwanderung empfehlen wir dir, den Anfang sowie das Ende der Wandersaison zu meiden. Plane deine Tour für Juli, August oder Anfang September, um auf der sicheren Seite zu sein. In dieser Zeit sind alle Hütten bereits geöffnet und im Vollbetrieb. Außerdem herrschen im Hochsommer die besten Wanderbedingungen.

Um die genauen Öffnungszeiten einer bestimmten Hütte herauszufinden, google einfach den Namen der Hütte. Die meisten (wenn nicht sogar alle) Hütten verfügen mittlerweile über eine eigene Website.


2. Wähle eine etablierte Wanderroute

Sonnenaufgang beim Württemberger Haus, Lechtaler Alpen, Adlerweg Hüttenwanderung in Österreich
Württemberger Haus, Adlerweg

In Österreich existieren bereits hunderte etablierte Hüttentouren. Dies ist ein großer Vorteil, da du somit keine Hüttenwanderung „neu erfinden“ musst. Folge einfach einem der vielen etablierten Höhenwege oder Hüttenrunden

Der „Nachteil“ daran ist, dass es viel zu viele Optionen gibt. Bei deiner Entscheidung für eine Tour können wir dich allerdings unterstützen. Weiter unten im Text haben wir dir unsere liebsten Hüttentouren in den österreichischen Alpen aufgelistet. Wenn du eine kurze Zusammenfassung jeder Wanderroute lesen möchtest, wirf bitte auch einen Blick auf diesen Blogartikel: Die schönsten Hüttenwanderungen Österreichs.

Wenn du dich für eine bereits etablierte Hüttenwanderung entschieden hast, weißt du genau, welche Hütten du nun reservieren musst. Beim Karwendel Höhenweg (von Ost nach West) beispielsweise lauten die Etappen wie folgt:

  • Etappe 1: Scharnitz – Hallerangerhaus
  • Etappe 2: Hallerangerhaus – Bettelwurfhütte
  • Etappe 3: Bettelwurfhütte – Pfeishütte
  • Etappe 4: Pfeishütte – Solsteinhaus
  • Etappe 5: Solsteinhaus – Nördlinger Hütte
  • Etappe 6: Nördlinger Hütte – Reith bei Seefeld

Populäre Hüttenwanderungen in Österreich


2 Tagestouren


Empfohlene Wanderführer


Abänderung von etablierten Routen

Du kannst eine bereits bestehende Wanderroute auch abändern. Wenn deine gewählte Hüttenwanderung eigentlich 8 Tage lang dauert, du aber nur 4 davon wandern möchtest, lässt sich die Route im Normalfall relativ leicht abkürzen.

Die meisten Hütten liegen an sogenannten „Ausstiegsrouten“, so dass du Teile deiner Hüttenwanderung abkürzen oder strategisch auslassen kannst. Wir haben Wanderungen bisher aufgrund von schlechtem Wetter, aus Budgetgründen oder auf Empfehlung abgekürzt. 

Die Kombination von mehreren Etappen empfehlen wir im Normalfall nicht. Es sei denn, du kennst dich in der entsprechenden Region sehr gut aus bzw. hast diesbezüglich eine Empfehlung erhalten.

Die einzelnen Etappen auf Höhenwegen können im Vergleich zu Fernwanderwegen in anderen Teilen der Welt sehr kurz erscheinen (Anzahl der km). Diese kurzen Etappen können technisch allerdings sehr anspruchsvoll sein und viel mehr Zeit, Konzentration und Energie erfordern, als du vorweg erwarten würdest.

Als Beispiel: Die Etappe 21 des Adlerwegs in Tirol vom Württemberger Haus zur Memminger Hütte ist “nur” 7 km lang. Auch die folgende Etappe 22 des Adlerwegs von der Memminger Hütte zur Ansbacher Hütte ist nur 10 km lang.

Wenn du nur auf die Kilometeranzahl der beiden Etappen achtest, könntest du in Versuchung geraten, diese beiden Etappen zu kombinieren. Angesichts des schwierigen, alpinen Geländes, der Höhenunterschiede und der allgemeinen Schwierigkeit des Weges wäre dies allerdings ein großer Fehler. 


Schwierigkeit des Weges

Die Wanderwege in Österreich werden je nach Schwierigkeitsgrad farblich unterschieden. Du triffst du normalerweise auf:

  • Rot markierte Wege: Mittel schwere, markierte Wanderwege
  • Schwarz markierte Wege: Schwierige, markierte Wanderwege
  • Alpine Wege: Extrem anspruchsvolle, teilweise auch unmarkierte Wanderwege, welche nur für erfahrene Alpinist*innen vorgesehen sind. Hüttentouren und Höhenwege meiden diese Routen für gewöhnlich.

Auf diversen gedruckten Wanderkarten der österreichischen Alpen wird die technische Schwierigkeit zumeist durch die Art der eingezeichneten Linie ausgewiesen.

Eine gerade Linie bedeutet, das es sich um einen leichten-mittelschweren Wanderweg handelt, bei einer gestrichelten Linie handelt es sich um einen mittel-schwierigen Weg und eine gepunktete Linie bedeutet, dass es sich um einen sehr anspruchsvollen Wanderweg handelt (der manchmal auch spezielle Ausrüstung erfordert).

Die meisten Höhenwege sind mittel-schwierig bis anspruchsvoll. Sabrina und ich bevorzugen diese Wege, weil wir die Herausforderung, die Ruhe und die landschaftliche Schönheit mögen, die diese Höhenwege normalerweise mit sich bringen. 

Wenn du zum ersten Mal in den österreichischen Alpen wanderst und auf der Suche nach etwas Leichtem für Einsteiger*innen bist, könnten die folgenden Hüttenwanderungen in Österreich für dich interessant sein:


Wegweiser

Wanderwege in Österreich sind mit rot-weiß-roten Streifen markiert, genau wie die österreichische Flagge. Manchmal kann die Wegmarkierung auch nur ein roter Farbklecks auf einem Felsen sein.

Die Wanderwege sehr gut gepflegt und beschildert. Aufgrund der vielen Wegmarkierungen und Beschilderungen wirst du kaum Probleme bei der Wegfindung haben.

Falls du am Beginn der Wandersaison unterwegs bist, kann es sein, dass einige Wege oder auch Wegweiser durch Lawinenabgänge oder von starkem Wind beschädigt wurden. Zumeist blockieren umgefallene Bäume hier deinen Weg. Sei besonders vorsichtig.


Genehmigungen

Du brauchst dich vorab um keine Genehmigungen kümmern, um eine Hüttenwanderung in Österreich zu absolvieren.



3. Reserviere deinen Schlafplatz in der Hütte vor deiner Ankunft

Leutkircher Hütte beim Sonnenaufgang, Lechtaler Alpen, Wandern von Hütte zu Hütte in Österreich
Leutkircher Hütte, Adlerweg

Sobald du dich für eine Wanderroute entschieden hast, erstelle eine Liste der Hütten entlang deiner Hüttentour und beginne mit der Reservierung deiner Schlafplätze.

In der Vergangenheit benötigten Wander*innen bei einer gewünschten Übernachtung in der Hütte nicht zwingend Reservierungen vor ihrer Ankunft. Mit der wachsenden Beliebtheit von Mehrtageswanderungen in Österreich ist eine Reservierung jedoch nun unerlässlich.

Außerdem ist eine Reservierung aufgrund der neuen COVID-Regeln, die der Österreichische Alpenverein im Jahr 2020 erlassen hat, nun obligatorisch.


So reservierst du deinen Schlafplatz

Leider gibt es kein einheitliches System für die Reservierung deiner Übernachtung.


Online Reservierung

Viele Hütten, die vom Österreichischen Alpenverein (ÖAV) oder dem Deutschen Alpenverein (DAV) bewirtschaftet werden, können online über die Plattform Alpsonline.org reserviert werden. 

Um herauszufinden, ob eine Hütte auf Alpsonline ist, google einfach „Alpsonline“ zusammen mit dem Namen der Hütte. Alternativ kannst du in der Regel auch von der Website der jeweiligen Hütte zur spezifischen Alpsonline-Reservierungs-Seite navigieren.

Hinweis: Du musst nicht zwingend Mitglied des Österreichischen Alpenvereins sein, um Alpsonline zu nutzen. Auch Nicht-Mitglieder können die Plattform für die Reservierung eines Schlafplatzes nutzen.

Sobald du dich auf der jeweiligen Reservierungsseite auf Alpsonline.org befindest (z.B. Pfeishütte), wähle zuerst dein Anreisedatum. Hier siehst du die jeweilige Verfügbarkeit für ein bestimmtes Datum. In der oberen rechten Ecke kannst du ggf. auch die Sprache auch auf Französisch, Italienisch oder Englisch ändern.


Alps-Online Reservierungs-Plattform

Schritt 1 (Unterkunft). Nachdem du das Datum ausgewählt hast, wirst du zum Reservierungsformular weitergeleitet, wo du die Anzahl der Nächte (normalerweise benötigst du nur eine), die Anzahl der Betten, den Gruppennamen, etc. ausfüllen kannst.

Schritt 2 (Identifikation). Als nächstes wählst du Gast (kein Login), wenn du noch nie einen Schlafplatz in einer Hütte auf Alpsonline reserviert hast.

Schritt 3 (Benutzerdaten). Nachdem du deine persönlichen Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail) eingegeben hast, wähle „Meine persönlichen Daten für zukünftige Reservierungen speichern“, bevor du zum nächsten Schritt übergehst.

Wenn du „Meine persönlichen Daten für zukünftige Reservierungen speichern“ ausgewählt hast, wirst du im nächsten Schritt aufgefordert, einen Benutzernamen (deine E-Mail) und ein Passwort zu erstellen.

Mit dem Login kannst du ab sofort Reservierungen in Berghütten schneller vornehmen, da du nicht jedes Mal deine persönlichen Daten neu eingeben musst.

Gehe weiter zu Schritt 4 (Zusammenfassung), wo du deine Reservierung noch einmal überprüfen kannst, bevor du sie endgültig abschickst.

Du erhältst eine E-Mail zur Bestätigung deiner Reservierung. Falls du deine Reservierung stornieren musst, findest du in dieser E-Mail den entsprechenden Hinweis bzw. Link dafür: „Falls Sie die Reservierung ändern oder stornieren möchten, benutzen Sie diesen Link oder loggen Sie sich im Hüttenreservierungssystem ein.“


Email / Telefonische Reservierungen

Leider sind nicht alle österreichischen Hütten auf der alpsonline Plattform registriert. Falls du eine Hütte nicht online reservieren kannst, schreib entweder eine E-Mail oder ruf direkt in der Hütte an.

Wenn du dich direkt an eine Hütte wendest, achte darauf, dass du folgende Angaben machst:

  • Dein Name.
  • Für wieviele Personen du reservieren möchtest. Normalerweise kannst du zwischen der Reservierung eines Matratzenlager-Platzes, einem Bett in einem Mehrbettzimmer oder ein Bett in einem Zweibettzimmer wählen.
  • Datum der Ankunft.
  • Anzahl der gewünschten Übernachtungen
  • Alpenvereinsmitgliedschaft: Ja oder Nein.
  • Halbpension oder À la carte. Wenn du eine Reservierung vornimmst, wird dich der Hüttenwirt (oder das Online-Formular) fragen, ob du Halbpension (Frühstück und Abendessen) dazu buchen möchtest.
  • Diätetische Einschränkungen. Gib bestenfalls gleich bei deiner Reservierung an, ob und welche diätetische Einschränkungen du hast. In österreichischen Hütten gibt es zwar fast immer eine vegetarische Option zur Auswahl, vegane oder glutenfreie Gerichte sind jedoch selten auf der Speisekarte zu finden. Mit einer entsprechenden Vorlaufzeit servieren dir aber nahezu alle Hütten auch vegane oder glutenfreie Gerichte.

Hüttenreservierungen stornieren

Wenn sich deine Wanderpläne geändert haben sollten, storniere schnellstmöglich deine Hüttenreservierung.

Lies dir die jeweiligen Stornobedingungen der Hütten vor deiner Reservierung durch. Bei einer Stornierung können nämlich auch Gebühren anfallen (vor allem bei kurzfristigen Absagen). 


Zusätzliche Infos:

  • Einige – jedoch nicht alle Hütten sind hundefreundlich. Falls du mit deinem Hund auf einer Hütte übernachten möchtest, frage bitte diesbezüglich direkt bei der Hütte nach. Oft findest du diese Information auf der Webseite der jeweiligen Hütte.
  • Einige Hütten in sehr beliebten Regionen verlangen eine Anzahlung für die Reservierung (zumeist 10 EUR / Person).

4. Reserviere deinen Schlafplatz 2-5 Monate im Voraus

Sonnenaufgang bei der Wiesbadener Hütte, Silvretta, Montafoner Hüttenrunde, Hüttenwanderung in Österreich
Wiesbadener Hütte, Montafoner Hüttenrunde

Wir empfehlen dir, deinen Schlafplatz in österreichischen Hütten 2-5 Monate im Voraus zu reservieren. Vor allem dann, wenn deine Termine nicht flexibel sind und du in einem privaten Zimmer (Zweibettzimmer) übernachten möchtest. 

Falls du flexibel bist und es dir nichts ausmacht, ein Zimmer mit anderen Leuten zu teilen – entweder in einem Mehrbettzimmer oder in einem Matratzenlager – dann musst du nicht so weit im Voraus buchen. Achtung: Nicht alle Hütten bieten Privatzimmer an.

Wir reservieren unsere Schlafplätze in Österreichs Berghütten zumeist bereits Monate im Voraus.


5. Essenzielles „Österreichisch“

Hesshütte, Gesäuse National Park, Hüttentour Österreich
Hesshütte, Gesäuse National Park

Grüßen

  • Servus: Hallo / Tschüss!
  • Servas: Hallo / Tschüss!
  • Griaß di: Hallo (zu einer Person)!
  • Griaß eich: Hallo (zu zwei oder mehr Personen)!
  • Griaß enk: Hallo (zu zwei oder mehr Personen)!
  • Pfiat di: Tschüss zu einer Person!
  • Pfiat eich: Abschied von zwei oder mehr Personen
  • Pfiat enk: Abschied von zwei oder mehr Personen

Essen

Suppen

  • Kaspressknödelsuppe: Käseknödelsuppe. Ein oder zwei große flachgepresste Knödel aus Brot, Eiern und Bergkäse werden in einer klaren Brühsuppe serviert.
  • Frittatensuppe: Zerkleinerte Pfannkuchen-Schnipsel in einer klaren Rindssuppe serviert
  • Grießnockerlsuppe: Grießklößchensuppe
  • Gerstensuppe: Graupensuppe

Hauptspeisen mit Fleisch

  • Tiroler Gröstl: gekochte Kartoffeln kombiniert mit Rind- oder Schweinefleisch und Zwiebeln werden in einer Pfanne gebraten. Dazu wird ein Spiegelei serviert. Diese deftige Mahlzeit ist in den Wander- und Skigebieten Tirols sehr beliebt.
  • Geselchtes mit Kraut und Knödel: Rauchfleisch/Selchfleisch mit Knödel und Sauerkraut
  • Blunzengröstl: Blutwurst in der Pfanne vermischt mit Zwiebeln und Kartoffeln
  • Zwiebelrostbraten: Roastbeef mit gerösteten Zwiebeln in Bratensoße
  • Faschierter Braten /Faschierte Laibchen mit Erdäpfelpüree: Hackbraten / Frikatellen mit Kartoffelpüree
  • Grammelknödel: Griebenknödel
  • Schinkenfleckerl: Nudeln mit Schinken und Zwiebeln
  • Hühnergeschnetzeltes mit Reis: Hühnerfleischstreifen mit Reis und Saft

Vegetarische Gerichte

  • Käsespätzle: Spätzle mit Bergkäse überbacken und mit Röstzwiebeln und Schnittlauch garniert
  • Eiernockerl: Pfannengericht aus Nockerln und Eiern
  • Geröstete Knödel mit Ei: Knödel mit Eiern und Zwiebel
  • Krautfleckerl: Nudeln mit Kraut und Zwiebeln

Nachspeisen

  • Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster: Geraspelte Pfannkuchen, die mit Puderzucker und in Rum getränkten Rosinen belegt sind. Traditionell wird er mit einer Seite Pflaumensauce serviert.
  • Marillenknödel: Aprikosenknödel
  • Germknödel: fluffiger Hefeteigknödel, gefüllt mit gewürzter Pflaumenmarmelade und serviert mit geschmolzener Butter und einer Mischung aus Mohn und Zucker obenauf
  • Topfenstrudel: Quark Strudel
  • Palatschinken: Österreichische Pfannkuchen – meist mit Marmelade gefüllt
  • Mohnnudeln: dicke Nudeln aus Kartoffelteig mit gemahlenem Mohn und Zucker bestreut
  • Buchteln: im Ofen gebackene Hefeknödel, oft mit Marmelade gefüllt 
  • Salzburger Nockerl: süßes Soufflé

Alkoholfreie Getränke

  • Soda: Sprudelwasser
  • Apfelsaft gespritzt: Apfelsaftschorle
  • Soda Zitrone: Sprudelwasser mit Zitronensaft
  • Almdudler: kohlensäurehaltiges Limonadengetränk, aromatisiert mit natürlichen Alpenkräutern.

Alkoholische Getränke

  • G’spritzter weiß (weißer Spritzer): Weißweinschorle
  • G’Spritzter rot (roter Spritzer): Rotweinschorle
  • Kaiserspritzer: Weißwein, Soda-Wasser gemischt mit Holundersaft
  • Almdudler weiß: Weißwein gemischt mit Almdudler (Limonade)
  • Almdudler rot: Rotwein gemischt mit Almdudler (Limonade)
  • Dreiermischung rot / weiß: meist eine Mischung aus Wein (rot oder weiß), Soda-Wasser und Almdudler
  • Jagatee: Schwarzer Tee mit Rum

6. Werde Mitglied des Österreichischen Alpenvereins 

Tilisunahütte mit Tilisunasee im Sommer, Rätikon Höhenweg, Hüttenwanderung in Vorarlberg, Österreich
Tilisunahütte, Rätikon Höhenweg

Durch den Beitritt zum Österreichischen Alpenverein (ÖAV) erhältst du einen erheblichen Rabatt auf Übernachtungen in Berghütten, die Verträge mit dem Österreichischen Alpenverein haben. Um den Rabatt zu erhalten, musst du deine Alpenvereinsmitgliedskarte vorlegen. 

Es gibt unzählige Alpenvereine in ganz Europa. Falls du einem der folgenden Alpenvereine angehörst (Mitglieder der UIAA, Gegenrechtsabkommen), hast du Anspruch auf die gleichen Vergünstigungen wie österreichische Alpenvereinsmitglieder (ÖAV):

  • Deutscher Alpenverein (DAV)
  • Südtiroler Alpenverein (AVS)
  • Schweizer Alpen-Club (SAC)
  • Club Alpino Italiano (CAI)
  • Club Alpin Français (CAF)
  • Federación Española de Deportes de Montaña y Escalada (FEDME)
  • Liechtensteiner Alpenverein (LAV)
  • Slowenischer Bergsteigerverband (PZS)
  • Club Alpin Belge (CAB)
  • Groupe Alpin Luxembourgeois (GAL)
  • Dansk Bjergklub
  • Federazione Alpinistica Ticinese Schweiz (FAT)
  • die Nederlandse Klim- en Bergsportvereniging (NKBV)

Wir können beispielsweise beim Wandern in Slowenien unsere ÖAV-Karten vorlegen und erhalten in slowenischen Berghütten die etwaigen Alpenvereinsrabatte. 

Hinweis: Um dauerhaft Mitglied zu sein, musst du einen Jahresmitgliedsbeitrag (2022: ÖAV: 63,50 EUR) entrichten. 

Ein weiterer Grund, einem Alpenverein beizutreten, ist die in der Mitgliedschaft inkludierte Bergrettungs- und Rückholversicherung.


7. Verhaltensregeln in den Schutzhütten

Sonnenaufgang auf der Außenterrasse der Saarbrücker Hütte im Montafon, Silvretta, Österreichische Alpen
Saarbrücker Hütte, Silvretta, Montafoner Hüttenrunde

Die meisten Schutzhütten in Österreich sind entweder im Besitz des Österreichischen Alpenvereins oder des Deutschen Alpenvereins.

Die Hütten werden von Personen bewirtschaftet, die sich für diese Aufgabe eignen. Das Leben der Hüttenwirt*innen ist äußerst anspruchsvoll. Sie verbringen Monate damit, ihre jeweiligen Hütten in Stand zu halten, sie mit Lebensmitteln zu versorgen, die Gäste mit Hausmannskost zu verwöhnen und saubere Schlafplätze zur Verfügung zu stellen.

Wenn du eine Hütte besuchst, ist es so, als würdest du jemanden zu Hause besuchen. Verhalte dich höflich und respektvoll. Hier ein paar Richtlinien:

  1. Bevor du die Schlafräume betrittst, ziehe deine Wanderschuhe aus. In der Regel gibt es in jeder Hütte eine ausgewiesenen Schuh- bzw. Trockenraum. Nimm deine Schuhe auf keinen Fall mit in die Schlafräume. Viele Hütten stellen dir Hüttenschuhe (Hausschuhe für die Hütte) zur Verfügung. Wir bringen allerdings immer unsere eigenen Crocs mit. 
  2. Trockne deine nasse Kleidung draußen (auf Wäscheleinen) oder in den Trockenräumen
  3. Bei der Ankunft: Das Einchecken in der Hütte beinhaltet in der Regel die Angabe deines Namens, das Vorzeigen deiner Alpenvereinsmitgliedskarte, ev. auch den Kauf von Duschmarken (wenn gewünscht) und manchmal auch bereits die Bestellung deines Abendessens. Nachdem du eingecheckt hast und deine Schuhe ausgezogen hast, wirst du zu deinem Zimmer geführt. Das Personal wird dich auch darüber informieren, wann das Abendessen und das Frühstück serviert wird. Oft zeigen sie dir auch, auf welchem Tisch du beim Abendessen sitzen wirst.
  4. Erscheine pünktlich zum Abendessen und setze dich auf deinen zugewiesenen Platz. In den meisten Hütten werden die Sitzplätze von den Mitarbeiter*innen eingeteilt. Normalerweise teilst du dir einen Tisch mit anderen Gästen. So wird sichergestellt, dass niemand alleine sitzt. 
  5. Erscheine pünktlich zum Frühstück. Das Frühstück ist in der Regel als Buffet aufgebaut und ist normalerweise für 1 Stunde oder 90 Minuten verfügbar.
  6. Österreichische Hütten sind oft lebendige Orte, die eine Atmosphäre des Feierns und der Geselligkeit fördern (vor allem, wenn Schnaps ausgeschenkt wird). Amüsiere dich, aber übertreibe es nicht – verkatert wandern ist nicht empfehlenswert.
  7. Die Hüttenruhe beginnt um 22 Uhr. 
  8. Bezahle am Abend, bevor du ins Bett gehst.
  9. Bring einen leichten Schlafsack mit. Vor der Pandemie war ein dünner Hüttenschlafsack ausreichend, um in einer Hütte zu übernachten, da dicke Wolldecken und Kissen zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings hat der Österreichische Alpenverein im Jahr 2020 (aufgrund der Pandemie) angeordnet, dass die Hüttenwirte keine Decken und Polster mehr ausgeben dürfen. Ab sofort benötigst du einen leichten Schlafsack für die Übernachtung auf Hütten. Wir empfehlen den Ultra Leichter Sommerschlafsack mit Daunenfüllung von Alpin Loacker.
  10. Iss bitte nicht in den Schlafzimmern. 
  11. Bitte verzehre kein mitgebrachtes Essen in den Berghütten. Hüttenwirt*innen verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Speisen & Getränken. Die Übernachtungsgebühren gehen direkt an den Alpenverein. 
  12. Bringe deinen Müll wieder zurück ins Tal und entsorge ihn dort.

8. Tagesbudget (Bargeld): 60-80 EUR / Person / Tag

Abendessen in der Mödlinger Hütte, Steiermark, Schutzhütte in Österreich
Mödlinger Hütte, Ennstaler Alpen

Wie viel kostet die Übernachtung in einer Berghütte in Österreich?

Die Kosten für die Übernachtung in österreichischen Hütten variieren je nach:

  • Art der Berghütte. Es gibt drei Kategorien von Berghütten in Österreich. Hütten, die abgelegener sind und nur per Hubschrauber versorgt werden, sind etwas teurer als Hütten, die über eine Straße mit dem Auto versorgt werden können. 
  • Alpenvereinsmitgliedschaft. Wenn du eine Alpenvereinsmitgliedschaft hast, bekommst du einen Rabatt auf die Übernachtungspreise in Alpenvereins-Hütten. 
  • Art der Zimmer. Hütten haben in der Regel verschiedene Zimmertypen. Wenn du in einem Zweibettzimmer übernachtest, zahlst du deutlich mehr als in einem Matratzenlager oder einem Mehrbettzimmer. 
  • Dein Alter. Je nach Hütte können die Preise nach Alter variieren: Erwachsene (18+ Jahre), Jugendliche (7-18 Jahre) und Kinder (0-6 Jahre). Manchmal gibt es eine zusätzliche Junior-Kategorie für Personen zwischen 19 und 25 Jahren. 

Erwachsenenpreise für Übernachtungen ohne Alpenvereinsmitgliedschaft:

  • Matratzenlager: 18 – 25 EUR
  • Mehrbettzimmer: 22 – 35 EUR
  • Zweibettzimmer (Zimmer mit 2 Betten): 35 – 40 EUR

Ermäßigte Preise für Alpenvereins-Mitglieder:

  • Matratzenlager: 9 – 13 EUR
  • Mehrbettzimmer: 12 – 22 EUR
  • Zweibettzimmer (Zimmer mit 2 Betten): 19 – 25 EUR

Essen & Trinken 

Die meisten Hütten bieten eine Halbpensions-Option an, die jeweils ein Frühstück und Abendessen inkludiert.

Einige Hütten verfügen ausschließlich über ein À-la-carte-Menü zum Abendessen, während andere Hütten auch beide Optionen anbieten (Halbpension & À-la-carte). 

Halbpension (Frühstück und Abendessen) kostet normalerweise ca. 30 EUR pro Person. In der Halbpension sind keine Getränke enthalten. 

Wenn du ein Lunchpaket für den nächsten Tag benötigen solltest, bestelle es am besten bereits am Vorabend. Das machen wir meistens, wenn es am nächsten Tag keine Möglichkeit für ein Mittagessen unterwegs gibt (keine Hütte am Weg).


Duschen

Einige Berghütten verfügen über Duschen, die zumeist mit Wertmarken/Münzen betrieben werden. Wertmarken kosten in der Regel 3 – 4 EUR für eine 3 – 4 minütige Dusche. Sei sparsam mit dem Wasser.


Eine Nacht in einer österreichischen Berghütte

  • Übernachtung im Schlafraum: 9 EUR – 25 EUR
  • Halbpension: 30 EUR 
  • 3 Getränke: 15 EUR

Eine Übernachtung mit Frühstück und Abendessen in einer österreichischen Hütte kostet zwischen 60 – 80 EUR.


9. Ausrüstung für deine Hüttentour

Memminger Hütte mit Seewisee vom Seekofel, Lechtaler Alpen
Memminger Hütte, Lechtaler Alpen

In unserer Packliste für Hüttenwanderungen findest alle Informationen für die nötige Ausrüstung während deiner Tour. Hier nochmal das Wichtigste zusammengefasst:

Wanderausrüstung


Hütten-Essentials

  • Leichter (Daunen)-Schlafsack: Vor COVID-19 benötigte man für die Übernachtung in einer Berghütte ausschließlich einen dünnen Hüttenschlafsack. Nun wird allerdings das Mitbringen eines Sommer-Schlafsacks vorausgesetzt, da aufgrund der neuen Hygienevorschriften keine Decken mehr zur Verfügung gestellt werden können. Wir empfehlen den leichten Sommerschlafsack von Alpin Loacker, den wir auch selbst für unsere Hüttentouren nutzen.
  • E-Reader: Vor dem Abendessen oder vor dem Schlafengehen hast du zumeist genug Zeit zum Lesen. Wir laden uns vor einer Hüttenwanderung immer ein paar Bücher auf unseren Kindle.
  • Wasserfeste Hausschuhe: Wir haben immer unsere Crocs dabei, die wir in den Hütten tragen. Crocs sind großartige „Hüttenschuhe“, da sie leicht und wasserfest sind (perfekt zum Duschen) und sich für auch für das Tragen von Socken eignen (im Gegensatz zu Flip Flops).

Fotoausrüstung


10. Präge dir die Notrufnummern 140 und 112 ein

Sonnenaufgang Lechtaler Alpen, Blick Richtung Verwall, Österreichische Alpen
Sonnenaufgang in den Lechtaler Alpen

Österreichischer Alpinnotruf: 140

Europäische Notrufnummer: 112


Nachdem du einen Notruf abgesetzt hast:

  • Lass dein Mobiltelefon eingeschaltet.
  • Tätige keine weiteren Anrufe.

Weitere Informationen zum Notruf am Berg findest du hier.


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Wandern in den österreichischen Alpen:

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